
Frisches Gras, große Freude ... aber bitte mit Plan
Endlich Frühling. Die Sonne zeigt sich wieder, die Weiden werden grün und Dein Pferd steht erwartungsvoll am Zaun und weiß genau: Jetzt geht’s los.
So verlockend die erste Portion frisches Gras auch ist, einfach drauflosweiden lassen ist keine gute Idee. Denn der Start in die Weidesaison ist für den Körper Deines Pferdes eine echte Umstellung.
Warum Anweiden so wichtig ist
Der Pferdemagen ist sensibel und für sich betrachtet schon ein Gewohnheitstier.
Nach dem Winter ist der Verdauungstrakt auf Heu eingestellt. Frisches Gras bringt dagegen mehr Eiweiß, Zucker und Wasser mit.
Wird das System zu schnell umgestellt, kann es aus dem Gleichgewicht geraten mit Folgen von Verdauungsproblemen bis hin zu Kolik oder Hufrehe.
Schritt für Schritt ins Grüne
Langsam ist hier entscheidend:
Tag 1 – 3: 10 – 15 Minuten
Tag 4 – 7: 20 – 30 Minuten
Woche 2: 1 – 2 Stunden
danach: weiter steigern
Regelmäßigkeit ist wichtiger als Tempo.
Timing macht den Unterschied
Besonders kritisch:
junges Gras
kühle sonnige Tage
Frostnächte
Besser: nachmittags oder abends anweiden, da ist das saftige Grün am verträglichsten.
Vorbereitung
„Auf leeren Magen …“ ist selten gut, aber speziell beim Anweiden empfiehlt sich vor dem Grasgenuss
vorher Heu füttern
Bewegung einbauen
So vermeidest Du „Überfressen“.

Bildunterschrift
Unterstützung
Gerade beim Anweiden läuft im Verdauungssystem einiges auf Hochtouren.
Der Darm muss sich neu einstellen und genau in dieser Phase gerät das Gleichgewicht schnell ins Wanken.
Deshalb kann es sinnvoll sein, den Verdauungstrakt gezielt zu unterstützen. Dafür haben wir z. B. unseren Ernährungsergänzungs-Shake Digestini entwickelt.
Vor allem bei Futterumstellungen hilft er, den Darm zu stabilisieren und ihm die Anpassung zu erleichtern.
So lassen sich typische Begleiterscheinungen wie Kotwasser oder Verdauungsprobleme oft von vornherein abmildern.
Achtung bei „Spezialfällen“
Manche Pferde brauchen beim Anweiden besonders viel Aufmerksamkeit. Dazu zählen:
leichtfuttrige Rassen
Pferde mit Stoffwechselproblemen
rehegefährdete Tiere
Hier gilt: noch langsamer vorgehen oder bei besonders verfressenen Exemplaren mit Maulkorb arbeiten.
Fazit
Geduld zahlt sich aus! Anweiden ist kein Sprint, sondern ein Trainingsprogramm für den Pferdedarm. Wenn Du Deinem Pferd Zeit gibst und es sinnvoll unterstützt, steht einer entspannten Weidesaison nichts im Weg. Und ganz ehrlich: Lieber langsamer ins Frischfutter starten, als ein Tierarztbesuch im Nachgang.
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